Winter - Skitour Gaishorn/Tannheimer Tal

Ein Sahnetag am Gaishorn

Früh aufstehen lohnt sich! Pünktlich um 5:45 Uhr startete unsere bunt gemischte Truppe von sieben Skitourenfreunden in Bitz. Gemeinsam mit Tourenführer Andy Thiel ging es im gemieteten "Bussle" zwar noch ins etwas grüne Tannheimer Tal. Aber die Vorfreude war riesig, denn alles deutete auf einen Sahnetag hin: Sonne satt und angenehme minus drei bis vier Grad.

Am Parkplatz schnallten wir die Ski an und los ging’s. Doch schon im ersten Waldstück hieß es dreimal abschnallen – aber kein Problem, denn: Wer seine Ski liebt, der trägt! Nach diesem kleinen Intermezzo erreichten wir die erste Etappe, eine kleine Alpe, wo wir eine kurze Pause einlegten. Es war einiges los, doch die bereits vorhandene Aufstiegsspur machte den weiteren Weg angenehmer. Andy legte ein gutes, aber machbares Tempo vor, und alle hielten souverän mit.

Mit den ersten steileren Höhenmetern kam die Nordwand des Gaishorns in Sicht. Das Skidepot und Gipfelkreuz waren zum Greifen nah. Nach rund 1000 Höhenmetern hieß es noch einmal alle Kraftreserven mobilisieren, harscheisenweise vorausschauend montieren – gebraucht haben wir sie kaum, aber sicher ist sicher. Der Schnee war besser als erwartet, leicht angezuckert mit ein paar Zentimetern Neuschnee. Nach etwa 15 bis 20 Spitzkehren standen wir am Skidepot, die letzten 200 Höhenmeter waren geschafft. Der Blick? Atemberaubend! Vor uns die Zugspitze, der Säntis, der Bodensee – und über uns nur noch Himmel. Ein kurzer Fußmarsch über den Grat, dann standen wir am Gipfelkreuz des 2247 Meter hohen Gaishorns. Was für ein Moment!

Nach einem kurzen Gipfelfoto hieß es: bereit machen für die Abfahrt. Die erste steile Passage sorgte für ein leichtes Kribbeln im Bauch, aber alle meisterten sie sicher. Und dann: pure Genussabfahrt! Weiche, unverspurte Hänge, bestes Skigefühl – einfach traumhaft. Bis zur Alpe ging es wie im Rausch, dort nochmal ein kleiner Vespermoment zum Durchatmen. Danach ließen wir die Tour gemütlich durch den Wald ausklingen, inklusive ein paar weiteren Abschnall-Einlagen.

Zurück am Bus machten wir noch einen Zwischenstopp für Kaffee und Kuchen. Andy sicherte sich die letzte Sahne – ein perfekter Abschluss für diesen Sahnetag! Um 18:30 Uhr waren wir zurück in Bitz, glücklich, zufrieden und bereit für nächste Abenteuer.

Danke, Andy – für die top geführte Tour und diesen unvergesslichen Tag!