19.09.21 – Tourenleitertreffen

Tourenleiternachmittag 2021 auf dem Ebinger Haus

Nachdem die Anmeldung zum geplanten Tourenleiterwochenende in den Bergen sehr schleppend verlief,  haben wir kurzerhand umgestellt und das Treffen  auf den Sonntagnachmittag  19.09.2021  auf unser Ebinger Haus verlegt.  Dort trafen sich dann doch 14 engagierte Übungsleiter:innen, um unter der Moderation von Michael Krigar das Tourenprogramm 2022 und Themen der Tourenführung zu besprechen.

Nach Begrüßung und lebhaftem Austausch bei Kaffee und Kuchen ging es dann mit dem Rückblick auf die  Unternehmungen 2021 rasch zur Sache. Fast alle Ausbildungsvorhaben und alle Skitouren 2021 sind ausgefallen. Erst mit den Sommertouren nahmen  die Aktivitäten  dann wieder Fahrt auf, so dass doch noch 20  von 45 Touren erfolgreich durchgeführt werden konnten.

Die neuen Tourenvorschläge für 2022, die in den letzten Wochen eingegangen waren, wurden vorgestellt. Es gelang erneut, ein  interessantes Programm zusammenzustellen, mit Unternehmungen in allen alpinen Tätigkeitsfeldern und allen Schwierigkeitsgraden. Erfreulicherweise erklärte sich Roland Schwenk  zusammen mit einem Team  bereit, Mitte Januar den für Skitourengänger so wichtigen LVS-Kurs anzubieten, der jetzt zwei Jahre ausgefallen war.-  Ein Team um Martin Schalow wird wieder Sportkletterkurse anbieten. Es ist ein Neuanfang in der Kletterhalle in Rottweil, nachdem die Kletterhalle in Balingen ja geschlossen hat, und auch die Coronapandemie diese Aktivitäten blockiert hat. –  Alle sonstigen alpinen Kurse werden wie jedes Jahr stattfinden. – Erfreulich ist auch die Entwicklung der MTB-Abteilung um Claus und Lucas Conzelmann, die interessante Fahrtechnikkurse  und Touren anbieten. – Im alpinen Bereich stechen natürlich  Touren wie  die Skitour zu den Drei Türmen oder die Hochtouren am  Mont Blanc, Zinalrothorn, Grüneckhorn/Agassizhorn  oder Groß Düssi ins Auge, aber genauso wichtig sind  die  kleineren Unternehmungen, die viel Ausbildungsfunktion haben, und  unseren Mitgliedern die Möglichkeit geben, neue Regionen und alpine Tätigkeitsfelder  kennenzulernen und  sich evtl. unter fachkundiger Anleitung weiterzuentwickeln.-

Um die Notfallabdeckung  v.a. bei großen Touren zu verbessern, wurde ein  Satellitentelefon angeschafft,  dessen Handhabung vorgestellt wurde, und das ab sofort den Tourenleitern zur Verfügung steht. –  Die Digitalisierung  wurde intensiviert und vereinfacht, so v.a. bei der  Tourenerfassung/Programmerstellung  als auch bei  der Abrechnung. Dies erleichtert die Arbeit von Tourenreferat, Webmaster  und Geschäftsstelle.

Als Führungsthema wurde auf mehrfachen Wunsch  die Abgrenzung zwischen Führungstour und Gemeinschaftstour gewählt und diskutiert, insbesondere weil sich die haftungsrelevanten Definitionen hierzu in den vergangenen Jahren  etwas verändert haben.   Bei der Gemeinschaftstour ist der Fachübungsleiter/Trainer nur der Organisator, der keine sicherheitsrelevante Verantwortung übernimmt, da die Tour so ausgeschrieben ist, dass Teilnehmer selbständig in der Lage sein sollten, die Tour auch eigenverantwortlich durchzuführen. – Bei der Führungstour dagegen hat der Trainer die sicherheitsrelevante Verantwortung für die Teilnehmer und trifft die wesentlichen Entscheidungen. Letztendlich läuft es darauf hinaus, dass nicht das entscheidend ist, was auf dem Papier steht, sondern wie auf der Tour in jeder einzelnen Situation gehandelt wird. Danach richtet sich dann auch die Verantwortung des Trainers.

Zum Ausklang des Nachmittags  lud die Sektion die Fachübungsleiter und ihre Partnerinnen zum Essen ins Landgasthaus Adler in Schwenningen ein, was auch von den meisten wahrgenommen wurde. Es war eine gute Möglichkeit, sich auch noch privat auszutauschen und alte Kontakte aufzufrischen.  –

Wir hoffen, dass wir in der nächsten Saison die Coronabeschränkungen hinter uns lassen können, und dass wir mit neuer Motivation durchstarten können. Dazu gehört dann auch wieder ein zweitägiges alpines Tourenleitertreffen, das für den 15./16.10.2022 vorgesehen ist.

 

 

Hans-Eberhard Streich